| |
Mindfulness Based StressReduction - MBSR
Was ist MBSR?
Entwickelt wurde das Mindfulness-Based Stress Reduction Program - MBSR, wie es kurz genannt wird- von Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn, dem Gründer der
Stressreduktionsklinik an der University of Massachusetts Medical School.In den letzten 20 Jahren haben ungefähr 12 000 Menschen an Kursen
teilgenommen, die von Kabat-Zinn und seinen Mitarbeitern durchgeführt werden.
Das Programm von Kabat-Zinn umfasst acht wöchentliche Sitzungen von etwa zwei Stunden Dauer sowie einem "Tag der Achtsamkeit". Meditationspraktiken bilden den
Kern des Übungsprogramms, denn Meditation verändert unseren Umgang mit Stress. Jede Sitzung hat zudem einen Themenschwerpunkt.
Viele gestresste Menschen haben den Kontakt zu ihrem Körper verloren – sie spüren sich nicht mehr und merken es daher auch nicht wenn der Körper
Warnsignale sendet. Deshalb gehören bei Kabat-Zinn der Bodyscan und einfache Yoga-Übungen zum Programm. Sie helfen die Körperwahrnehmung zu verbessern und körperlich
zu entspannen.
Wirksam ist MBSR bei regelmäßiger Praxis über das Achtwochenprogramm hinaus.
Zwei Hinweise: MBSR nach Kabatt-Zinn ist eine Art Mix aud traditionell-buddhistischen und verhaltenstherapeutischen Elementen und von daher nichts was er neu entwickelt hat. Viele buddhistische MediationslehrerInnen bieten, unabhängig von ihm, ganz ähnliche Kurse an. Sein Verdienst ist es, ein Kursprogramm - ursprünglich für Patienten seines Krankenhauses - konzipiert zu haben und dessen Wirksamkeit durch Studien belegt zu haben.
Mein Kurs ist keine 1:1 Kopie des Kurses von Kabat-Zinn. Um den Kurs nicht zu überfrachten, lasse ich die Yoga-Übungen inzwischen im Rahmen der zwei Stunden weg. Auf Wunsch und nach vorheriger Absprache kann ich sie aber gerne direkt im Anschluß an den eigentlichen Kurs zeigen.Um den Kurs kostengünstig anbieten zu können und da viele beruftätige Menschen keinen ganzen Tag für den Kurs frei nehmen können oder wollen, konzentriere ich mich auf das Kernelement - die acht Abende. D.h. es gibt bei mir keinen zusätzlichen Achtsamkeitstag als Kursbestandteil. Statt der Verpflichtung (wie bei Kabat-Zinn) täglich mind. eine Stunde zu üben, arbeite ich mit Übungsempfehlungen. Ein individuelles Eingehen auf die TeilnehmerInnen ist mir wichtitg. Deshalb beträgt bei mir die Gruppengröße nur max. 12 TeilnehmerInnen, während es bei Kabat-Zinn in den USA oft mehr als dreißig sind.
"In der Achtsamkeits-Meditation macht man anfangs Gebrauch von einer einsgerichteten Aufmerksamkeit, um Ruhe und Beständigkeit zu kultivieren. Wenn
Gedanken oder Gefühle entstehen, ignoriert man sie nicht, noch unterdrückt man sie, noch analysiert oder beurteilt man ihren Inhalt. Stattdessen
betrachtet man sie, absichtlich und so gut man kann, ohne sie zu bewerten, wie sie von Moment zu Moment als Ereignisse im Feld des Gewahrseins
entstehen. Ironischerweise führt diese umfassende Wahrnehmung der Gedanken, die im Geist entstehen und vergehen, dazu, daß man sich weniger in
ihnen verstrickt. Der Beobachter erhält einen tieferen Einblick in seine Reaktionsweisen auf alltäglichen und auf Schwierigkeiten. Indem die
Gedanken und Gefühle aus einem gewissen Abstand heraus betrachtet werden, kann klarer erkannt werden, was tatsächlich im Geist abläuft."
(Jon Kabat-Zinn (1999) Streßbewältigung durch Achtsamkeit)
Darüber hinaus fördert Meditation die körperliche Entspannung und man hat festgestellt, "dass die Immunkraft bei Meditierenden deutlich höher war,
sie hatten signifikant mehr Abwehrkräfte."
(Kabat-Zinn Interview, Hamburger Abendblatt, 2006)
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, daß Mediation bei Stress sehr hilfreich ist.
-> Forschungsergebnisse
|
MBSR & Buddhismus
MBSR hat seine Wurzeln in der buddhistischen Psychologie und der buddhistischen Achtsamkeitsmeditation. Es ist für Menschen aller Glaubensrichtungen
geeignet, da die Meditationstechniken "neutral" sind und in den Kursen keinerlei "religiöse Praktiken" stattfinden. Zudem hat die Achtsamkeitsmeditation
schon seit langem auch ihren Platz im Christentum gefunden.
|
Für eine ausführlichere, zusammenfassende Darstellung siehe mein Artikel zu MBSR:
HTML /
PDF.
Pressestimmen zu MBSR
"Mindfulness", zu deutsch "Achtsamkeit", gilt als eine bedeutende therapeutische Neukonzeption aus den USA. ... Zu den derzeit wichtigsten
achtsamkeitsbasierten Ansätzen zählt die "Mindfulness-based Stress Reduction" (MBSR) nach Jon Kabat-Zinn."
(Deutsches Ärzteblatt,9/2005)
Das Geschäft mit dem Stress boomt. Neben fragwürdigen Offerten cleverer Wellness-Agenten und selbst ernannter
spiritueller Meister rückt nun eine Methode in den Blickpunkt, deren Wirksamkeit wissenschaftlich vielfach belegt
worden ist: "Mindfulness-based stress reduction" (MBSR), frei übersetzt: Stressbewältigung durch Achtsamkeit.
(taz 11.3.2006)
"In den USA wird die "Mindfulness-based Stress Reduction" (MBSR). inzwischen an mehr als 250 Krankenhäusern angeboten: Diese "Stressbewältigung
durch Achtsamkeit" hilft Patienten, besser mit ihrer Krankheit umzugehen, und fördert die Heilung."
(Vollständiges MBSR-Interview mit Kabat-Zinn)
(Hamburger Abendblatt, 19. August 2006)
"Laut einer Reihe von wissenschaftlichen Studien ist MBSR gegen psychosomatische oder stressbedingte Krankheiten wie Hauterkrankungen,
Bluthochdruck oder Herzprobleme, gegen chronischen Schmerz, Depressionen und Altersleiden sowie gegenÄngste besonders wirksam."
(Psychologie Heute, 7/2001)
"Meditierende Testpersonen sprachen auch über ihre Erfahrungen: Sie erlebten körperliche Leichtigkeit und gelöste Spannungen. Sorgen
und Ängste verschwanden."
(Apotheken Umschau, 6/2004)
"That clinic teaches mindfulness to patients with chronic diseases of all kinds, to help them better handle their symptoms. In an
article accepted for publication in the peer-reviewed journal Psychosomatic Medicine, Drs. Davidson and Kabat-Zinn report the effects
of training in mindfulness meditation, a method extracted from its Buddhist origins and now widely taught to patients in hospitals and
clinics throughout the United States and many other countries."
(New York Times, February 4, 2003)
"In his lab at the University of Wisconsin, Madison, neuroscientist Prof. Davidson and his team recruited employees of a local biotech
firm. A randomly selected 23 received meditation training once a week, for two-to-three-hours, for eight weeks. Jon Kabat-Zinn, professor
emeritus of the University of Massachusetts Medical School in Worcester, taught them the technique called mindfulness...Sixteen employees
received no such training. The resulting brain differences were clear... After the eight weeks, and again 16 weeks later, EEG measurements
showed that activity in the frontal cortices of the meditators had shifted: There were now more neuronal firings in left than right regions
nestled just behind the forehead. That pattern is associated with positive feelings such as joy, happiness and low levels of anxiety, Prof.
Davidson and others had found in earlier studies. The control group showed no such right-to-left shift."
(The Wallstreet Journal, January 10, 2003)
"Kabat-Zinn first brought the Buddhist strain of meditation known as mindfulness to the mainstream of Western medicine 25 years ago. He
developed a program called Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) and used it with patients at the stress reduction clinic he founded at
the University of Massachusetts Medical School. It is now part of the school's Center for Mindfulness in Medicine, Health Care, and Society,
which he also established. It was highly experimental and very fringy, but patients reported remarkable clinical success. The claimed benefits
included decreased pain and lowered blood pressure as well as a higher sense of well-being. Some 16,000 people have been through his clinic,
and forms of MBSR are now used in more than 200 medical centers around the country."
(The Washington Post, July 12, 2005)
"Neuroscience is furnishing hard evidence that the brain is plastic, endowed with a lifelong capacity to reorganize itself with each new
experience. ... One recent study at Massachusetts General Hospital found that 40 minutes of daily meditation appears to thicken parts of the
cerebral cortex involved in attention and sensory processing. In a pilot study at the University of California at San Francisco, researchers
found that schoolteachers briefly trained in Buddhist techniques who meditated less than 30 minutes a day improved their moods as much as if
they had taken antidepressants."
(Psychology today Oct. 2006)
|
|