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Burnout
"In der einen Hälfte des Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben. In der anderen Hälfte opfern wir Geld,
um die Gesundheit wieder zu erlangen." (Voltaire)
Burnout kann jeden treffen
"Wer ausbrennt, muss einmal entflammt gewesen sein."
Ausbrennen ist eine Erscheinung, die nach dem Gefühl des Versagens, der Überforderung oder auch als Gefühl des Ausgepumpt-seins
auftritt, und zwar als Reaktion auf übergroße Anforderungen an die Kraftreserven einer Person.
Zu den Hauptgruppen von Burnout-Betroffenen zählen Helferberufe, Lehrer, Krankenpfleger. Man findet aber auch Anwälte, Polizisten,
Manager und Sekretärinnen darunter. Letztlich ist kein Berufsfeld und keine Person davor gefeit.
In einigen Berufen macht die Arbeit keinen Spaß mehr, sie wird als sehr belastend empfunden, z.B. weil man als Altenpfleger keine
Zeit mehr hat sich so um die Senioren zu kümmern, wie man es gerne möchte oder weil Angst und Mobbing vorherrschen. In anderen
Berufen macht die Arbeit zwar Spaß, aber die Menschen arbeiten 60-80 Std. die Woche und verausgaben sich bis zum sprichwörtlichen -
und oft tatsächlichen - Umfallen.
"Nach neueren Untersuchungen befinden sich in Deutschland bis zu 25 Prozent der ... Erwerbstätigen in einer gesundheitlichen
Situation, die ... als »Burnout- Syndrom« bezeichnet wird. Risikofaktoren für das Burnout-Syndrom sind: hohe Belastung und
Eintönigkeit der Arbeit, geringe Anerkennung und fehlender kollegialer Zusammenhalt sowie fehlende positive Rückmeldung von
Seiten derjenigen, für die man tätig ist." (Quelle: Joachim Bauer "Das Gedächtnis des Körpers")
Zunächst wirkt alles meist ganz harmlos: Wer sich eine Woche lang schlapp fühlt, keine Lust hat, zur Arbeit zu gehen und allgemein
lustlos ist, muss zwar noch lange nicht unter dem Burnout-Syndrom leiden - es kann aber der Anfang sein.
Wie verläuft ein Burnout? Jeder Mensch erlebt Burnout ganz subjektiv!
In der Vorphase – gerade bei Managern oder Leuten aus der Werbebranche, aber auch bei Sozialarbeitern - tauchen typischerweise die
folgenden Symptome auf:
- Sehr starkes Engagement für berufliche Ziele
- Hyperaktivität (Überdrehtheit) oder emotionales Überengagement
- Freiwillige unbezahlte Mehrarbeit, sehr viele Überstunden
- Gefühl der Unentbehrlichkeit ("Ohne mich bricht hier alles zusammen")
- Nie Zeit haben für z.B. Sport, Freunde, Familie
- Verleugnung eigener Bedürfnisse (z.B. "Ich komme mit 5 Std. Schlaf aus")
- Dies hat zur Folge, dass nach der sehr aktiven Phase der Energielevel rapide nach unten geht und sich erste Erschöpfungszustände zeigen
In der eigentlichen Burnoutphase treten dann z.B. die folgenden Symptome auf:
- Unbestimmte Angst und Nervosität
- Plötzliche Stimmungsschwankungen
- Verringerte emotionale Belastbarkeit, wie z.B. über Kleinigkeiten in Tränen ausbrechen
- Abstumpfung, Gefühl von Abgestorbensein und Leere, Bitterkeit
- Schwächegefühl, Hilflosigkeit und Ohnmachtsgefühle
- Die Grundstimmung wird nach außen aggressiver oder nach innen depressiver
- Schuldzuweisungen an andere oder "das System"
- Kompromißunfähigkeit
- Nörgeleien
- Konzentrations- und Gedächtnisschwäche
- Entscheidungsunfähigkeit
- Körperliche Erschöpfung
Häufig wird die Burnout-Situation so lange ignoriert, bis erste körperliche Beschwerden auftreten. Dazu gehören psychosomatische Erkrankungen,
etwa Herzprobleme, Magen- oder Darm-Beschwerden, Muskelverspannungen, Kopfschmerzen/Migräne, Tinnitus oder Bandscheibenprobleme. Die Symptome des
"Ausbrennens" können anfangs häufig noch eine Zeit lang unterdrückt werden. Doch je länger der Zustand andauert, desto schwieriger wird es, die
Belastung auszugleichen. Unbehandelt kann Burnout zu schweren Depressionen, körperlichen Erkrankungen oder zur Abhängigkeit von Suchtmitteln führen.
Die Betroffenen sind am Ende häufig überhaupt nicht mehr in der Lage zu arbeiten. Sich selbst helfen könnten Betroffene bereits dadurch, dass sie
ihre Situation erkennen und etwas ändern. Hilfe dabei bietet z.B. ein Einzelcoaching, indem man erarbeitet, wie man die eigene Belastung reduzieren
und für Ausgleich sorgen kann. Oft stecken betroffene Menschen aber so tief in der Krise, dass sie die Hilfe eines Psychotherapeuten brauchen, um
sich wieder zu stabilisieren und um die inneren Antreiber zu bearbeiten. Hierbei ist Hypnose ein wirksames Therapieverfahren.
© Dr. M. Franz
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